.. was bisher geschah: Day 1 beim Treffen Junge Musik-Szene

Es ist Mittwoch. Der 7. November 2018. Ein typisch spätsommerlicher Novembernachmittag. Berlin pulsiert in einem gewöhnlich großstädtischen Rhythmus. Nur an einem Ort der Stadt, an diesem Ort der Stadt – Schaperstraße 24 -, da entkommt der Rhythmus seiner geläufigen Gestalt, da geschieht etwas Neuartiges, da beginnt es: das 35. Treffen Junge Musik-Szene.

15.12 Uhr: Die frisch renovierte Kassenhalle der Berliner Festspiele erleuchtet in wohlig-einladendem Glanze mit bunten Lichterketten an der Decke, fein duftenden Blumen in den Miniaturvasen und sehr leckeren Kuchenstücken, die am Tresen – wie immer – eine äußerst gute Figur abgeben. Noch ist es sehr still hier, so still, dass das Fallen-Lassen einer Nadel zum musikalischen Großspektakel werden könnte.

15.16 Uhr: Wir, die Blogredaktion, finden uns langsam in der Kassenhalle zusammen. Obwohl wir, lange vor dem heutigen Tag, schon auf unterschiedlichen Messengern gebrainstormed haben, wie wir eure Zeit hier beim Treffen Junge Musik-Szene blogmäßig so fancy, wie nie gestalten können, sind wir doch höchst erfreut, uns endlich live zu sehen. Beim vergnügten Mandarinen-Schälen stellen wir fest, dass wir alle aus unterschiedlichen Wettbewerben der Berliner Festspiele kommen und dementsprechend natürlich sehr viele unterschiedliche Skills mitbringen, sodass wir zur Erkenntnis gelangen: Ja, dieses Treffen Junge Musik-Szene wird WOW!!

15.22 Uhr: So langsam trudeln die ersten diesjährigen Preisträger*innen ein. In einem Zustand zwischen Aufregung, Neugier, Relaxation – alles ist vertreten.

15.43 Uhr: Wir blättern im Magazin und schauen uns die sehr schönen Fotos, sowie Songtexte, sowie Biographien der Preisträger*innen an. Bei so viel künstlerischer Varianz freuen sich sogar unsere Ohrläppchen klammheimlich auf das, was musikalisch in den nächsten Tagen hier so geboten werden wird.

16.02 Uhr: Der offizielle (und dennoch so entspannte) Teil des Tages bricht an, nämlich eine kurze Begrüßung aller Teilnehmer*innen des diesjährigen Treffens Junge Musik-Szene, sowie die Urkunden-Übergabe an die Preisträger*innen.

17.14 Uhr: Die Preisträger*innen erkunden gemeinsam mit dem Orga-Team die mannigfaltigen Sitz-Gelegenheiten im Haus der Berliner Festspiele, wo es sich natürlich auch hervorragend musizieren lässt – geplant, oder auch ganz spontan. Wir, die Blogredaktion, dagegen begeben uns auf die Suche nach unserer Schreib-Oase der nächsten Tage: der Raum E22.

17.18 Uhr: In E22 angekommen wird der Raum erst einmal gründlich untersucht. Wieso haben wir eigentlich eine eigene Spülmaschine? Und was hat das Telefon im Kühlschrank zu suchen?

17.40 Uhr: Unser Raum ist so gut gelegen, dass wir die musikalischen Proben der Preisträger*innen für das Kennenlern-Konzert um halb acht mithören können: Really nice!

17.53 Uhr: Wir beschließen, uns als Blogredaktion bemerkbar zu machen. Hierfür kreieren wir unser einzigartiges Kunstwerk „We are Blog. Because the Internet.“. (Siehe letzter Blogbeitrag.)

18.15 Uhr: Wir fragen uns, wer so alles in Because the Internet einen Verweis auf das exquisite Musikalbum von Childish Gambino erkennen wird …
(Siehe: https://open.spotify.com/album/63McpWDS7P0dF06fqXQMCZ )

18.33 Uhr: Abendessen steht an. Eines der Highlights der Bundeswettbewerbe übrigens! Und eine herrliche Gelegenheit zum Beisammen-Sitzen und Einander-Kennenlernen.

19.02 Uhr: Während wir akkurat ein Salatblatt zerschneiden, entdecken wir – in der Interieur-Design-Einrichtung der Kassenhalle – einen erleuchteten Globus, der Kopf steht. Na, habt ihr ihn auch schon gesehen?

19.34 Uhr: Das erste Konzert steht an. Es ist ein Konzert zum gegenseitig Einander-Kennenlernen. Dabei darf jede*r Preisträger*in den Preisträger*innen-Song einer, oder eines anderen Preisträger*in in einer eigens kreierten Cover-Version vorstellen, sowie den eigenen Zugabe-Song spielen (klingt komplizierter, als es war, nicht wahr?). Durch den Abend führt galant und anekdotenreich der pinkgelockte Wieland J. Stahnecker (dreifacher Preisträger des Treffens Junge Musik-Szene), stets erforschend welche Farben und Geschichten sein Publikum so präferiert und was das Sonderbare an der Pizza Vier Jahreszeiten ist.

Weitere Insides dieses Abends behalten wir an dieser Stelle für uns, schließlich liegt das Faszinierende von Kunst doch an ihrer Ereignishaftigkeit, die sich nicht reproduzieren lässt – oder?

Dennoch hier einige Momentaufnahmen (weitere sind in the making) copyright: Felipa Goltz:

 

 

00.14 Uhr: In der Seitenbühne wird gejammt, neue musikalische Konstellationen finden sich, Horizonterweiterungen sind in vollem Gange, yeah!

01.22 Uhr: Da morgen (also heute) schon das Preisträger*innen-Konzert ansteht, ragt die Jamsession nur ein bisschen in die Tiefe der Nacht hinein. Rhythmuserfüllt begibt man*frau sich auf den Weg ins Aletto Hotel.

Morgen (also heute) steht real fancyness an – wir freuen uns!