„#2 Von der Schönheit und Seltsamkeit des Anlehnens“ – Vom Verharren

Sind das meine Spiegelneuronen oder warum fühle ich mich, als sei ich bewegt worden, während ich eigentlich nur saß?
„#2 Von der Schönheit und Seltsamkeit des Anlehnens“ des ACADEMY Produktionshauses Berlin zeigt Anlehnen als Duett, als Duell, Dominanz, Nähe, Kampf. Und es zeigt Kontraste: Erstaunlich, wie schnell Lachen und intime Konzentration sich abwechseln können. Energiegeladene Gruppenszenen mit Soli und Duetten. Auch die klassischen und modernen Musikstücke öffnen immer neue Stimmungen, dazwischen immer wieder gesprochener Text. Der sich meistens irgendwie mit dem einzigen Requisit beschäftigt, einem grünen Sofa.
Durch das ganze Stück zieht sich das Verharren in Bildern. Momente, in denen die Körper wirken dürfen, komisch oder spannungsgeladen. Und auch ich verharre bis zum Applaus gespannt auf der Stuhlkante. Mich unbeteiligt zurückzulehnen ist mir jedenfalls nicht eingefallen.