Unser Haus – es tanzt

was atmet, das tanzt

In Formen.

Die Kette an meinem Hals,

deine Nasenflügel, wenn du lachst,

der Raum, in dem wir stehen,

alles tanzt.

 

Der Boden ist immer da.

Wenn wir auf der Bühne stehen.

Auch wenn wir fallen, ist er da.

Er fängt uns auf.

Schenkt den Ensembles mit stampfenden Füßen Applaus.

Schenkt unseren baren Füßen Ruhe.

Die Decke ist, was wir erreichen wollen.

Ohne zu fordern, dass wir es bekommen.

Sie ist das, das uns fehlt.

Das uns über die Stränge schlagen lässt.

Sie ist unsere Inspiration.

Der Ort an dem wir unsere Ziele aufbewahren.

Wenn wir tanzen verbinden wir beides miteinander.

Verbinden das Streben nach Vertrauen und Halt mit dem nach Neugier und Risiko.

Die Farben der Welt tanzen im Sonnenlicht.

Wenn wir uns trauen zu springen und in den Himmel zu singen, freunden wir uns an mit unserer Angst.

Eine Fallhöhe wird es immer wieder geben.

Doch, wenn wir fallen, ist der Boden da.

 

Tanz ist alles, was wir uns unter Tanz vorstellen können.

Es ist alles Veränderung.

Die Baustelle vor deiner Haustür. Dein Liebesleben. Der erste Schritt auf die Bühne.

Die Zeit, die dann stehen zu bleiben scheint und doch so gnadenlos vor uns wegläuft. Im Rampenlicht herrschen nicht dieselben Gesetze, wie in der Welt da draußen. Wenn ich mich als Darsteller erlebe, bekommt jeder Atemzug auf einmal eine Bedeutung. Ich trage eine Verantwortung, für mehr als mich allein. Das ist die Magie der Bühne, die uns insgeheim alle verbindet.

Doch im Grunde, ist das Bühne, das wir zu Bühne machen.

Wir sind alle Teil dieser Produktion.

Verteilt auf verschiedene Seifenblasen, sitzen wir doch alle in derselben.

Alles Leben, kann tanzen.

Für mich ist es das Öffnen zu sich Selbst und der Welt da draußen. Den Lauf der Dinge anzunehmen, wie er ist.

Weil er uns der größte Lehrer ist. Der Lauf der Dinge. Tanzen bringt uns bei auf ihn zu vertrauen.

Atmen mit Händen.