Topinambur –
Dein Reich ist eine Tankstelle

Sauberes Spiel. Passende Musik. Super Technik. Super Witze. Einige super Stellen. Der Sinn dahinter? Naja.
Sagen wir mal es ging um das Erwachsenwerden. Sagen wir es ging um die Angst vor einem neuen Lebensabschnitt. Sagen wir es ging um den Medieneinfluss, um Technoschlampen, die Not Gonna Get Us auf Russisch singen, sagen wir es ging um merkwürdige Kindheitsfreunde, um die CIA, attraktive Jungs, Geschlechterkampf, Zukunftschancen, Juso Revolution, Legosteine, kleine Rotzgören, nervige Warteschleifen, die einen dazu agitieren mit jemanden zu schlafen, um paraglidende Therapeuten, um Selbstverletzung, unhöfliche Gäste und nervige Gastgeber und natürlich um gewisse Korbblüter. Und ich so: Häh?

Ich hatte ziemlich schnell begriffen, dass das Ganze weder Handlungsstrang noch Höhepunkt hat. Ich sollte mich in einer der Miniaturen wieder finden, etwas Eigenes und Persönliches sehen, etwas über mich lernen. Ob man das getan hat, darüber lässt sich streiten. Das wird jedermanns eigene Sache sein. Das Konzept ist gut. Es muss nicht immer klassisch zugehen. Doch anstrengend wars trotzdem. Ganz nachvollziehen konnte ich’s nicht, habs auch nicht verstanden. Es gab keinen Höhepunkt und irgendwann wurde es anstrengend, weil man nicht erkennen konnte, wo das Ganze hinführen sollte oder wo man sich gerade befindet. Und wenn eine Szene auf die Nächste trifft ohne Zusammenhang und das 70 Minuten lang, dann wird man leicht ungeduldig.
Schön wars trotzdem. Und lustig. FZ-Redaktion hat fleißig Sprüche mitgeschrieben. Auch die Schauspieler waren auf der Höhe. Es wude viel ausprobiert. Gelacht. Gelabert. Mitgeschrieben. Warum nicht. Dass ich es nicht verstanden hab, liegt an mir. In other words -…