Testosteron:
Eine kurze Geschichte von
Äpfeln, Birnen und
Bananen

Am Freitag geht es nicht nur um Früchte. Na gut: Es eigentlich überhaupt nicht um Früchte, aber da seit Freud eh alles sexuell gedeutet wird, musste das Obst kurz herhalten.
Das TheaterGrueneSosse Frankfurt a.M. präsentiert „Testosteron“.

Eigentlich, so die vier männlichen Darsteller, soll es heute Abend um Normalität gehen.

„Alle denken permanent, sie seien nicht normal, dabei ist eben dieses Gefühl das Normalste auf der Welt.“ Das Hormon soll hierbei nur Aufhänger sein. Emanzipation zum Beispiel gehe in die falsche Richtung: Frauen sollten endlich anfangen, Motorräder zu mögen, oder Fußball. Es sei auch ein völliges Klischee zu glauben, Männer würden sich immer mit Technik auskennen. Männer können nie sagen: „Sorry, aber ich habe meine Tage“ – wo also fängt Diskriminierung des Geschlechts wegen eigentlich an? Penis Brüste Penis Brüste Penis Brüste Penis Brüste.

Falsch ist es zu glauben, „Testosteron“ sei nur ein Männerstück: „Frauen haben schließlich auch Testosteron im Körper“.

Und was passiert heute Abend genau? „Eigentlich reden wir nur.“ Sagen die vier. Wir werden sehen. Sie nennen es Kopfkino.

Ich habe mich hier jetzt jedenfalls textlich ergossen.

P.S.: Die Gruppe ist kamerascheu, die meisten wollen unerkannt bleiben,
ihre Hände sind aber auf dem Foto zu sehen. Tolle Hände!

Foto: Dave Großmann