Hamlet:
Der Fleischwolf ist Programm

Zu Beginn grummelt ein gallerte-artiger Soundteppich. Die Schauspieler und Schauspielerinnen sind in Unterwäsche. Sie bewegen sich wie in Aspik. Strähnen aus ihrem Haar werden von nicht sichtbaren Fäden in die Luft gestreckt, als wären sie elektrostatisch aufgeladen. Das Publikum muss sich zwischen den Gestalten hindurchschlängeln, und in den vier Ecken des Raumes auf Hockern Platz…

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Hamlet:
Ophelia geht nicht unter

RAMPIG inszeniert in HAMLET ein bedeutungslastiges, chiffriertes Gesamtkunstwerk, das interpretiert werden will, sich einer eindeutigen Auflösung aber immer wieder entzieht. Von Beginn an liegt dies an der visuell überkomplexen Raumgestaltung: Das Publikum sitzt in den vier Ecken und blickt auf die in Unterwäsche bekleideten Spielenden, deren Haare teils an von der Decke hängenden Fäden gebunden…

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Hamlet: Fleischraum

Das Publikum sitzt in der Heidelberger Hamlet-Inszenierung auf Hockern in den vier Ecken des Raumes. Man kann sich nicht anlehnen, es sich nicht bequem machen, und das ist mit Sicherheit auch Programm. Der Fleischwolf quietscht, die Musik dröhnt, der Strick aus Eisenkette hängt von der Decke. Hamlet sagt: „Ich spüre, dass ich Fleisch und Knochen…

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Hamlet:
In Schönheit gestorben

Die Worte haben nichts mehr zu sagen, sind, bleiben nur Hülle. Was bleibt, ist das Schweigen nach der ungeheuren Tat. Hamlet, dieser wirre, irrende, rachsüchtige und leidenschaftssuchende Prinz von Dänemark ist schon tot, als das Publikum den Saal betritt. Wir sind in der doppelten Fleischbeschau: die DarstellerInnen in Unterwäsche, sanft zur Musik wiegend, Ausstellungsobjekte in…

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Stimmen zum Stück: Hamlet

ich muss es noch verarbeiten +++ verstörend +++ beeindruckend +++ voll toller bilder +++ unvergessliche bilder +++ sehr schön +++ super stück +++ geil +++ zu krasse materialschlacht +++ unhygienisch +++ vom sprachlichen und akrobatischen hervorragend +++ ganz okay +++ wir hätten einfach was besseres erwartet +++ overdressed, overstyled +++ narzisstische kunstkacke +++ ein bisschen…

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Hamlet: Wir sind Hamlet

Wenn ich ins Theater gehe, lasse ich mir gern etwas Neues erzählen. Und ich finde es gut, wenn ich nicht jedes Bild und jede Metapher sofort entschlüsseln kann; wenn ich das Gefühl habe, man nimmt mich als Zuschauer ernst und hat keine Angst, mich zu überfordern. Gestern Abend haben wir kein Theaterstück im klassischen Sinne,…

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Hamlet

Die Nachtkritik wird noch in derselben Nacht geschrieben, in der das Stück gezeigt wird. Die Raumgestaltung ist visuell komplex: Das Publikum sitzt in den vier Ecken und blickt auf die in pinker oder roter Unterwäsche bekleideten Spielenden, deren Haare teils an von der Decke hängenden Fäden gebunden sind – wie Puppen, wie anschleichender Wahnsinn. Der…

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