Don’t cry for me, baby:
Aus meinem metaphysischen
Nähkästchen

Mein schönster Augenblick im Stück war ja, als der eiserne Vorhang, auf den man vorher einen Kreuzesschein geleuchtet hatte, sich hob und den Blick freilegte auf den Ort, von dem aus eigentlich Gott schauen müsste – aber da ist keiner. Nur weite Leere, für jede Transzendenzprojektion vonseiten der Zuschauer mindestens ein leerer Sitz. Für mich…

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Don’t cry for me, baby:
Vom Fördern und Zerstören

Ich bin wütend gewesen, als ich den Saal verlassen habe. Aber fangen wir von vorne an: Was für eine Energie, was für eine Kraft. Ein Ensemble, wie füreinander geschaffen. Man spürt den inneren Zusammenhalt, spürt das an der Spielfreude und an der Ausstrahlung. Ein Fest der guten Laune, so scheint es, wird präsentiert. Das Publikum…

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Don’t cry for me, baby:
Was es gab

Witz: Poncho und Sombrero. Mottoparty, um Julia kennen zu lernen, natürlich als Peruaner.Romantik: ohne Veroneser Balkon, aber mit Lichterkettenschaukel. Brutalität: wenn Julia mit Pralinen beworfen wird und man weiß – jetzt wird es nicht mehr besser. Text: Romeos letzte Worte (an Julia) – „Nicht weinen.“ Hach. Gebrüll: das undeutlich verhallt. Punks: die coole Kostüme anhaben.…

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Don’t cry for me, baby:
Zwischen Dynamik
und Overkill

In „Don’t cry for me, baby“ werden Romeo und Julia in die Punkszene und in die Disco inszeniert. Es gibt straßenrealistische Kostüme (Lederstrumpfhosen, Schottenröcke, Nietenjacken, alles da), es wird getanzt, gepöbelt, gesungen, gekämpft und geschrien, Bier, Wasser und Speichel werden ausgespien. Den punkigen Montagues stehen snobistische Capulets entgegen (hier: ein großartiges Schauspiel von Niklas Wetzel…

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Don’t cry for me, baby:
Drama, baby

Meine Frage, als ich raus ging: Habt ihr den Film gesehen? „Romeo and Juliet“? Den mit Leonardo DiCaprio und Clare Danes, aus den 90ern? Es war kein neues Stück, keine neue Idee. Auch im Film: Viel Action, viele Schüsse und neonleuchtende Kreuze. Ich wusste immer genau, wo ich mich im Film befinde. An sich ist…

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Don’t cry for me, baby:
Früher, als Gott
noch ein Punk war

Gestern Abend habe ich mich – zugegebenermaßen – in die (Licht-)Technik verknallt. Das Licht war ein Zauberwerk. Jeder Effekt saß. Die Schaukel, die Lichterketten-Kränze, die bunten Lichter, die mich an einen Drogenrausch denken ließen: Wunderschön. Zum Schluss weckten die blendenden Scheinwerfer den in der Fiktion versunkenen Zuschauer und erwischten ihn gleichermaßen als Voyeur pubertärer Knutsch-Szenen.…

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Don’t cry for me, baby:
Verona leuchtete

Wir kennen die Geschichte und die meisten dieser bewegenden Bilder haben wir auch schon mal irgendwo gesehen, auf dem Theater, irgendwann. Man könnte überhaupt öfter sagen, „ja, aber“. Wenn man wollte. Ich will nicht. Ja, man hat manchmal wenig verstanden, wegen dem Hall und dem Schreien. Da habt ihr recht. Aber was ihr kindisch nennt,…

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Stimmen zum Stück:
Don’t cry for me, baby

+++ super +++ mega +++ das Ensemble heute hat bis jetzt am meisten die Bühne gerockt +++ es hat so viel Spaß gemacht, da zuzugucken +++ die Szenen mit Musik haben mir am besten gefallen, und dann natürlich Lorenzo am Klavier +++ total witzig und gleichzeitig emotional +++ es gibt so viele Aufführungen von „Romeo…

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Don’t cry for me, baby:
„Don’t cry for me,
Karate-Kid!“

Die KarateMilchTiger aus Chemnitz Dieses Stück hat es wieder mit den Gegensätzen! Heute Abend können wir ein „eher minimales Bühnenbild“, dafür aber „maximale Effekte“ erwarten. Irgendwas passiert heute Abend jedenfalls mit einem Klavier, einer Laterne und ein paar Mülltonnen: KarateMilchTiger (TheaterJugendClub Chemnitz) zeigen die Produktion „Don’t cry for me, baby!“, eine Adaption des Shakes-peare-Klassikers „Romeo…

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