Stimmen zum Stück:
Syrien –
Der Krieg im Menschen

Ich musste mit meinen Gefühlen kämpfen +++ So ist jeder Krieg: Tod, Leiden, Mütter verlieren ihre Kinder. Ich habe nicht den Zusammenhang zum Titel verstanden +++ Es wurde viel gesagt mit wenig Text +++ Es ist fraglich, ob die Schauspieler das verarbeiten können +++ Ich fand das Stück gut, aber ich wollte es nicht sehen +++ Es ging sehr viel über Emotionen, die Schauspieler waren völlig „drin“ +++ Ich war eine Stunde im Krieg +++ Das Stück war nur noch darauf ausgelegt, dass Leute weinen +++ Die kollektive Trauer danach finde ich total beschissen +++ Es ist nicht legitim, so ein Thema so auszuschlachten +++ Gefühlsprostitution und Elendsmissbrauch für reiche Vorstadtkids +++ Das war nicht gut recherchiert –  die Komplexität des Krieges wurde nicht dargestellt +++ Ich habe nicht verstanden, was das mit Syrien zu tun hatte +++ Ich finde es unverantwortlich, wie unreflektiert das Ganze dargestellt wurde +++ Ich habe mir gewünscht, dass sie die Darstellung mit Menschen und Schicksalen unterfüttert hätten +++ Sie haben die Brutalität von sinnlosem Töten gezeigt +++ Ich habe großen Respekt davor, dass sie physische Gewalt glaubhaft dargestellt haben +++ Weinende Kinder auf der Bühne – das ist pädagogisch unverantwortlich. +++ Die Spieler wurden als Material benutzt. Ich habe Mitleid +++ Es ist gut, dass Theater solche Sachen schafft. Dass man solchen Gefühlen nahekommen kann +++ Es war richtig gut gespielt, das war eine große Leistung +++ Die Kritik darf sich nicht gegen die Spieler richten +++ Der Junge hat geweint, der ist wirklich ergriffen und der ist zwölf, der hat das alles mitbekommen! Ich glaub, den macht das echt fertig, ich weiß nicht, ob das richtig ist +++ Ich hätte es meinen Kindern nicht erlaubt, bei so etwas mitzuspielen, niemals.

Foto: Dave Großmann