Revolution Reloaded:
KarateMilchTiger

Junge dynamische Menschen, die noch was vom Leben wollen. Auf berlinerisch: KarateMülschTiger. Warum dieser Name? „Der Name passt zu uns. Wenn man uns zusammen sieht, ergeben wir keinen Sinn“.

Sagen sie, aber diese bunte Gruppe ergibt natürlich Sinn. Sie sind individuelle Persönlichkeiten mit starken Zusammenhalt und besonderer Gruppendynamik. Unterschiedlich bunt, folgten sie der Ausschreibung zum Stück, weil sie „jung“ und „dynamisch“ sind und „noch was von Leben wollen“. Heute wollen sie: Theater spielen.

Durch Improvisationen haben sie sich genähert, die Rollen ergaben sich dann. Sie haben erlebt, wie bei lockeren, offenen Proben aus persönlichen Erfahrungen, Alltagssituationen und „altem“ Stoff (Schillers Räuber), etwas Besonderes entsteht. „Von Jugendlichen für Jugendliche“, bringen sie „alten Stoff neu“ auf die Bühne. Die Revolution, die heute noch möglich ist. Revolution Reloaded (neu geladen) heißt: heute noch gegen Grenzen, Regeln und Normen aufbegehren.

„Jeder kennt den Moment, wo man am liebsten aufstehen und rumschreien würde.“ Solche Momente und Emotionen auf die Bühne tragen, sich auseinandersetzen mit Erfahrungen, vom Persönlichen zum Allgemeinen, vom Alltag zur Gesellschaft, von Chemitz nach Berlin, von 1781 nach 2010, von Schauspielhaus Chemnitz zur Wabe.

Bühne frei, toi toi toi.

Foto: Dave Großmann