Paulina sulla spiaggia:
Experiment mit mir

Gestern Abend: eine andere Form von Theater. Laut, schrill, trashig. Einzelne Elemente zerlegt, gepuzzelt, abstrahiert, damit experimentiert und gespielt. Experimentierfelder Sprache, Figuren, Ebenen.

Sprache schnell, rhythmisch, gereimt, präzise platziert, komplexe Konzepte humorvoll verpackt und diskursiert. Wirkte wie strukturierte Stereotype, die aktuelle Anliegen gekonnt gezeigt haben.

Politische, kritische, schnippische Auseinandersetzung, mit gezeigten gesellschaftlichen Gemeinheiten, Allgemeinheiten und den Mehrheiten von nationalen Minderheiten.

Die Figuren, persische Pudel, die Paulina poppten und italienische Intellektuelle interpretierten, welche bei Ernest Bush schauspielerisch studierten und probierten, am Strand struwweligen Postboten Bonbons zu verkaufen, sind irgendwie Nationen und machen rum.

Telefonterror tangierte Marion tendenziell, wobei Kommunikation konzeptionell konfliktartig funktionierte. 5000 Euro, mit dem man nicht einmal die italienische Familie finanzieren kann, oder kulturellen terroristischen Tourismus.

Bühne bot bleichen Bademänteln brachiale Banalität, wobei Bar Bar blieb. Requisiten eben nur 1 zu 1 statt multipel manifestiert, so der Raum, war bezugslos, irreal, nicht gezielt bespielt.

Eintägige einschlägige anstößige Anschläge, kulturell konserviert auf Pizza, Nutella und anderen Affären abendländischerer Abendländler.

Die Ebenen evaluierten erheblich, zwischen Raum, Raumimagination, wohingegen der politisch provozierte Aspekt auf abgestimmte Abenteuer wie Freiheit und Feinheiten innenpolitischer Anliegen anderer Anrainerstaaten konvergierte.

Danke dafür.

P.S.: Geschrieben auf nüchternen Brausemagen!

Foto: Jan Stroetmann