Parese:
Das kleine, unvollständige
„Rund Um Parese“-ABC
[ohne ABC]

Gruppe: Es gibt da eine Gruppe. Eine Theatergruppe. Wäre sie eine Fernsehfamilie, dann so wie Scrubs. Aber sie sind eben eine Theatergruppe. Aus Krefeld.

Drittes: Es ist ihr drittes Stück in der Besetzung mit zweimal Umbesetzung. Und ihr drittes Mal Shakespeare. Aber sie sind mehr als drei. Sieben.

Stückname: Das Stück heißt „Parese“, eigentlich [FZ deckt auf:] sollte es „Why Hamlet?“ heißen aber: da dann schon ein andres Stück Hamlet hieß ging das nicht und deshalb „Parese“. Was ein medizinischer Begriff für Erschlaffung ist.

Thema: Ist Hamlet, aber eben auch Ophelia. Die Tatsache, dass es schon so verdammt oft gespielt wurde. Heiner Müllers Hamletmaschine [Oh Freude!] und viel viel Eigenes darüber, was dieser Hamlet erzählen kann über uns heute. Das hat dann auch was mit der Erschlaffung, Antriebslosigkeit zu tun und dem Nichtwissenwohinmitsich.

These: Die Ophelia bekommt viel Raum, darf sich wehren. Dass das auch was mit heute zu tun hat, ist eine These, die daran anknüpft, dass man meinen könnte, Mädels können sich heute besser durchsetzen und Dinge erreichen, für die den Jungs die Energie fehlt.

Zuschauer: Sollten heute Abend natürlich Bock haben und interessiert sein. Zuhören müsste man auch. Es sei zwar so, dass man wolle, dass alle alles verstehen, aber das ist ja nicht immer einfach.

Arbeit: Es gab sie; die Tischproben. in denen bloß geredet und konzipiert wurde. Alle sind gefangengenommen vom Stück, alles hat auf einmal damit zu tun. Selbst im Freibad werden die Diskussionen weitergeführt.

Festival: Finden sie super! Tolle Menschen, Freunde, die man nicht wieder verlieren möchte. Egal wo man hinkommt, wird einem ein Lächeln geschenkt. Schade, dass es nun zu Ende gehen muss.

Aufruf: Hierbleiben heute Abend. Norman Schnell einen Zettel in die Hand geben mit der eigenen Telefonnummer und einem Foto. Untereinander DVDs und alles tauschen: „Müssen nur wollen“ von den Helden spielen. Party machen.

Stück: Wär’s das nicht, sondern n Film, dann eine Independentproduktion, in der man trotzdem viel versteht, die Hollywoodflair hat und unterhält wie eine Vorabendserie. Könnte aber auch in einem Jazzkeller aufgeführt werden. Wird es aber nicht. Ist ja n Theaterstück. Heute Abend, 20.00 Uhr Wabe. Bis denne!

Foto: Dave Großmann