Mutter Kuhranch:
Stimmen zum Stück

+++ super +++ mega +++ Rock’n’Roll-Cowboys, mysterious! +++ das Beste war der kleine Junge, der Sohn vom Regisseur, der das Kinderlied mitge-sungen hat und bei der Schießerei mitgeschossen hat +++ teilweise war es richtig lustig +++ das Spielen war zu plakativ +++ das ist doch ein Ge-niestreich, Brecht, „Bonanza“ und die „Drei Schwestern“ miteinander ver-binden zu können +++ ich hätte gern noch mehr gelacht +++ die hatten Spielspaß! +++ so etwas habe ich noch nie gesehen, das war eine ganz neue Idee +++ sehr feine Übergänge zwischen den drei Stücken +++ Idee sehr gut, Spielleistung gut bis mittelmäßig +++ es war sehr publikumsori-entiert, sie haben mehr ins Publikum gespielt als miteinander, das war hinderlich fürs Spiel +++ manchmal wurden Dinge noch erklärt, die doch offensichtlich waren oder vorher gezeigt wurden, vor allem von dieser Petra Handke +++ die Spielerin hatte aber eine super Präsenz, konnte sprechen und war witzig +++ die Schauspieler sind teilweise zu früh aus ihren Rollen ausgestiegen, wie als die tote stumme Tochter ihre Beine selbst in den Planwagen gehievt hat +++ sehr anspruchsvoll +++ manche Witze wurden zu oft wiederholt, zum Beispiel diese Mehl-Sache oder „Pro-sorov“: zweimal Wiederholen ist gut, dreimal Wiederholen ist nervig +++ Aristoteles versus Brecht das klingt ja eigentlich interessant, ich muss es nur noch richtig verstehen +++ das retardierende Moment habe ich in dem Stück leider vermisst +++ immer so auf Witz zu spielen, das hat mich gestört +++ sehr gute Dynamik +++ es war nicht radikal genug, die ver-schiedenen Stile wurde nicht wirklich durchgezogen; es gab zwar diese Trash-Elemente, die waren dann aber nicht hundertprozentig, sondern nur so halbherzig gemacht +++ wenn man überzieht, dann muss man es auch rich-tig machen: Mir war es zu schwammig +++ die Fernsehecke hat mich total gestört +++

+++ die drei Figuren, die immer alles unterbrochen haben, um ihr Zeige-fingertheater aufzuführen, waren überhaupt nicht nötig +++ der Planwagen war sehr schön +++ das war total anderer Eiersalat, als wir ihn so haben, aber ich glaube, der ist mir nicht so gut bekommen +++ episches Theater stinkt +++ das Spiel im Spiel war eine gute Idee +++ sie haben so albern gespielt, das sollte ja auch so sein, aber dadurch kam keine Spannung rein +++ ich glaube, ich habe das Stück nicht so ganz verstanden, weil ich weder „Mutter Courage“ noch „Bonanza“ richtig kenne +++ befremdlich +++ wenn die Figuren auf dem Podest das Spiel beeinflusst haben, als sie sich mit den Regieanweisungen verlesen haben, das war zum Beispiel cool +++ sehr viel Krach +++ es gab gute Elemente, die Cowboys, Hop Sing, die waren witzig +++ es war vielschichtig, aber man konnte nicht alle Schich-ten durchschauen +++ es war zu konsequent, es hätte einen Bruch geben müssen, eine klare Differenzierung zwischen den einzelnen Standpunkten +++ anstrengend +++ wozu Brecht, wenn es Bonanza gibt? +++ bewusstseins-erweiternd +++ inwiefern hatte das alles etwas mit Mitgefühl zu tun? Dazu war die Spielweise viel zu stark ironisiert +++ der rote Faden war cool: Fernsehen versus Literatur +++ sie wollten immer lustig sein, waren es aber nicht immer +++ die Ironisierung war zu konsequent +++ man hätte die Spielweisen deutlicher differenzieren müssen +++ ich wurde einfach von Anfang an nicht abgeholt; die ersten Witze haben schon nicht funktioniert +++ episches Geballer: das Ende war episch, aber nicht im Brechtschen Sinne, sondern im Computerspiel-Sinne +++ overacted +++ im Endeffekt schlägt Brecht Aristoteles 50:1 +++

Foto: Dave Großmann