Interview:
Bands for Brunch mit
KLAAS

Habt ihr ein Eingangsstatement, etwas, das ihr sagen wollt, bevor wir euch die erste Frage stellen?

Damit das KLAAS vielleicht? Ja, das ist schön. Sonst nicht so richtig, nein.

Wie schreibt ihr eure Songs? Schreibt ihr zusammen oder schreibst du die Songs, Gloria?

Bisher hat Gloria alle geschrieben.

Gloria: Wir sind gerade noch in der Findungsphase, darum ändert sich gerade einiges. Bisher haben wir Songs, die ich alleine als Singer/Songwriterin geschrieben, getextet und hamonisiert hab, zusammen als Bandsongs erarbeitet, werden aber in Zukunft die Songs vor allem von den Instrumenten aus gemeinsam entwickeln und da lege ich dann den Text drüber. Das hat sich hier im Treffen entwickelt, dass wir das lieber machen möchten.

Ok, cool. Und wovon handeln deine Songs?

Das ist schwierig. Wie alle Singer/Songwriter-Songs son bisschen Liebe, ein bisschen Weltschmerz,  ein bisschen Verlorenheit, ein bisschen Hoffnung.

Hast du ein Konzept, wie du deine Songs schreibst?

Ich komme immer von den Worten aus, habe entweder ne Hook, einen sehr starken Gedanken oder ein sehr starkes Gefühl, das dann wie ein Fass überläuft und wo ich dann das Bedürfnis habe, es in Texten auszudrücken, um es besser greifen zu können und es selbst besser zu verstehen. Wenn ich eine textliche Struktur für den Song habe, lege ich die Musik nach.

Betrachtet ihr Musik als Arbeit?

(Kein Konsens innerhalb der Band, sondern Diskussion)

Ja, auch, aber nicht nur. Nicht die Musik, die hier gemacht wird.

Es gehört halt irgendwie dazu. Man verrichtet ja schon physikalische Arbeit. Fingerübungen und Gesangsübungen zum Beispiel sind schon Arbeit.

Für mich ist es kreative Gestaltung, keine Arbeit. Arbeit ist etwas viel negativeres.

Es ist sowohl als auch. Vor allem das, was mit der Musik mitkommt, wie ein Label zu finden, sich überall im Internet zu positionieren und was man alles machen muss, das ist die Arbeit und das, was mich an der Musik auch einschüchtert.

Nee, das ist ja nicht die Musik.

Aber es gehört ja zum Musikmachen dazu.

Was erhofft ihr euch vom Treffen junge Musik-Szene? Oder, da wir ja schon fast am Ende sind – ist das eingetroffen, was ihr euch erhofft hattet?

Ja, es hat der Band viel gebracht, also, es hat uns einfach weitergebracht in dem, was wir machen wollen. Ganz viel Input bei den Coachings und vor allem auch der Austausch mit den anderen Leuten bei den Sessions und zwischendurch und auch mit den Ehemaligen… Das war sehr schön, mal zu gucken, was die so machen und was die so bewegt. Nette Leute, muss man echt sagen.

Ist es für euch das erste Mal, dass ihr mit so vielen anderen Musikern zusammentrefft?

In dieser Konstellation ja. Sonst nicht. Die Gruppe besteht so ja auch erst seit ein paar Wochen.

Ihr habt euch gerade frisch gegründet, pünktlich zum TjM.

Genau, als hätten wir’s gewusst.

Hattest du dich alleine beworben?

Gloria: Wir drei (Gloria, Joni und Ruben) haben die Aufnahmen zusammen gemacht. Julian und David kannten wir schon, aber sie waren da noch nicht in der Band dabei. Ich wollte schon länger unbedingt was mit Band machen.

Habt ihr Anti-Vorbilder?

Helene Fischer. Wir wurden bei der Analyse mit Helene Fischer verglichen.

(Diskussion darüber, dass Helene Fischer vielleicht doch nicht übel ist.)

Nee, ich brauch sowas nicht. Die Frage ist zu negativ!

Na gut, ihr dürft ausnahmsweise antworten, wer eure Vorbilder sind.

Auch das ist ungesund. Inspiration ist vielleicht ein besseres Wort als Vorbild.

Ruben: Einer meiner Lieblingsgitarristen ist Gothniegov.

Als Band sind wir sonst zu unterschiedlich…bzw. die Musik ist zu divers um ein Vorbild zuzuordnen.

Gloria: Wobei wir das grade erst noch finden als Band.

Wir haben noch kein Vorbild.

Gibt es noch etwas das ihr gerne mitteilen würdet?

Gloria: Ja! Wir spielen ein Konzert am 22.11.17 in der „Weißen Rose“, Eintritt frei. Die Songs die mit der Band schon stehen werden gespielt, der Rest wird dann mein Soloprogramm sein.

Und wir suchen noch einen Schlagzeuger! Also bei interesse kommt doch am 22.11. vorbei.

Ihr redet von einem musikalischen Umbruch der sich in diesem Wochenende angekündigt hat. In welche Richtung geht der?

Bis jetzt haben wir versucht Glorias Songs sozusagen instrumental zu repräsentieren oder zu unterlegen. Und jetzt versuchen wir als Instrumentalisten eine Basis zu schaffen, auf die sie ihre Texte draufpacken kann. Der Stil wird einfach anders. Ein bisschen mehr jazzy/funky/rockig… so in die Richtung. In die Richtung suchen wir auch einen Drummer. Und er soll tight sein.

(weitere Diskussion über tightness)

Ja, das ist ein gutes Abschlussstatement.

Leute, seid tight!