Interview:
Bands for Brunch
mit der
Nemo Hagen Band

Die Blogredaktion im Interview mit der Nemo Hagen Band

Was bewegt euch derzeit? Was ist ein Thema, das immer wieder zu euch zurückkehrt?
Nemo: Was mich inspiriert, wenn ich Musik mache, sind kleine, menschliche Fehler. Über diese Fehler mache ich mir oft Gedanken.

Nemo, ist es für dich das erste Mal mit so vielen Musiker*innen zusammenzutreffen?
Ich hatte schon einmal ein ähnliches Treffen, aber nur übers Wochenende. Dort waren auch viele andere Musiker*innen und Tänzer*innen, die an Workshops teilnahmen. Am meisten hat mir der Bühnenpräsenz-Workshop gefallen, der von einem Tänzer geleitet wurde und der Songwriting-Workshop, bei dem ich viel über Songstrukturen erfahren habe. Für dieses Treffen musste man eigentlich 18 sein, aber ich wurde von den Veranstalter*innen angeschrieben und konnte deshalb trotzdem teilnehmen.

Was erhofft ihr euch vom Treffen junge Musik-Szene?
Kontakte. In der jungen Musikszene. Wir wollen außerdem die „Bandchemistry“ erweitern. Wir hatten nämlich bis jetzt nur ein Konzert. Also zusammengefasst: Erfahrung und Kontakte.

Was ist euer Anti-Vorbild? Wie wollt ihr überhaupt nicht sein?
— Nemo: Wir wollen keine festen Strukturen. Eine gewisse Struktur ist notwendig, aber vor allen Dingen wollen wir die Improvisation nicht verlieren. Zum Beispiel sind alle meine Solos live improvisiert. Nicht wie bei klassischen Musiker*innen. Wir wollen nicht, dass unsere Karriere vorprogrammiert ist. Rihannas Song werden nicht mehr von ihr selbst geschrieben. Ich habe nichts gegen Rihanna, aber das würde ich so für mich nicht wollen. Außerdem will ich mir Erfolg nicht zu Kopf steigen lassen. Durch die vielen Komplimente wird man schnell abgehoben.
— Hagen: Ich möchte, dass wir unserem Stil treu bleiben. Wir sollten nicht immer versuchen mit der Menge zu gehen, aber es trotzdem schaffen.

Betrachtet ihr Musik als Arbeit?
— Hagen: Nein.
— Nemo: Ich sehe es als eine Arbeitsmöglichkeit. Aber mal davon abgesehen, dass ich dafür noch nicht bezahlt werde, ist es für mich noch nicht Arbeit. Andererseits stecke ich sehr viel Zeit und Energie in Musik. Es ist auch anstrengend. Für mich ist Musik also eine Arbeitsmöglichkeit.
— Hagen: Ich finde es sollte immer ein Hobby sein. Also der Weg bis zu Nemo ist Arbeit, aber sonst sollte es um den Spaß gehen.