Theatertreffen der Jugend 2018: Hereinspaziert! Hereinspaziert! Ins magische Theater!

Fröhliches Vogelgezwitscher. Die frisch erblühte Magnolie leuchtet glorreich in der sanften Frühlingssonne. Heiteres Lachen erreicht meine Ohren. Ganz viele Menschen um mich herum. Jung, wie alt. Angeregte Unterhaltungen – gepaart mit dem Frühlingsspektakel der Natur: ein wahrlich ästhetisches Bild!

Wo bin ich denn hier? Immerfort durchdringt mich dieser Gedanke. Kann das, was ich hier wahrnehme, die ganze Harmonie in diesem Raum, denn eigentlich real sein? Eifrig schreite ich weiter. In dieser grünen Fläche, diesem Garten der Freiheit und der Wohligkeit. Mein hellblaues, adrettes Dress mit dem weißen Schürzchen, das glatt gepflegte, blonde Haar mit dem feinen Schleifchen ziehen augenblicklich die Aufmerksamkeit nahezu aller Anwesenden in diesem Garten auf sich.

„Willkommen beim diesjährigen Theatertreffen der Jugend“, hallt mir entgegen. Hier bin ich also, aha. In Berlin. Im Haus der Berliner Festspiele – nein, im Garten der Berliner Festspiele. Das kann doch alles gar nicht sein. Mir scheint, als wäre ich in einer wohlgeformten, utopischen Blase – abgeschottet von der teilweise ernüchternden Realität.

Irgendwie beruhigt mich das alles. Diese Ruhe. Diese Harmonie. Hier ist der ideale Ort, um es zu versuchen. Denke ich. Und noch bevor ich meinen Gedanken zu Ende denken kann, schaue ich plötzlich in zwei erleuchtete Gesichter. Ja, sie sind es. Sie sind es wirklich. Erika Bundesallee und Dr. Jean-Jacques Schaper-Straße: „Willkommen Alice. Zeit zu beginnen.“ Ja. Zeit zu beginnen. Hier ist der ideale Ort, um zu beginnen. Um das Zelt des magischen Theaters aufzuschlagen.

Zufrieden und mit einem Lächeln setze ich mich kurz aufs wohlig warme Gras. Blicke zur Seite und schwuppsdiwupps sehe ich es, versilbert, quadratisch vor mir emporragen. Das magische Theater. Noch ganz unschuldig. Noch ganz vorsichtig. Noch ganz unscheinbar ziert es den Garten der Berliner Festspiele. Ich stehe auf. Langsam nähere ich mich der silbrig schimmernden Stätte. Oh! Auf der linken Seite entdecke ich eine Hasenröhre – mit viel Grün verziert, bunt, einladend. Ich überlege kurz. Wäre es so klug, da nun hinein zu krabbeln? Wer weiß, wo ich dann ankommen werde? Wie es da ausschaut? Was mich erwartet? Ja, es ist ein Wagnis. Andererseits ist so ein Wagnis doch wirklich verlockend. Nun, gut. Ich entscheide mich für das Abenteuer. Ganz vorsichtig taste ich mich voran durch den – noch unergründeten – Weg der Hasenröhre. Nach kurzer Zeit breitet sich Zufriedenheit auf meinem Gesicht aus. Ich bin angekommen. Und, oh, ja, das Wagnis hat sich gelohnt. Ich blicke fasziniert in einen Raum, den ich so, bis jetzt, noch nie erblicken durfte. Ja, wahrlich, es ist’s wirklich: Das magische Theater!

Während des gesamten Theatertreffens der Jugend wird es da stehen und als ein Raum dienen, in dem jede*r, die*der möchte, ihrem*seinem „Ich“ und dem eigenen – teils verschwommen, oder gar verzerrtem – Spiegelbild begegnen kann, um mit der eigenen Identität ins Gespräch zu kommen und so, auf kathartische Art und Weise, neue Freiheit zu erlangen.

Wir – Dr. Schaper-Straße, Erika Bundesallee und ich – werden bei dieser Mission nach mehr Selbsterkenntnis und Freiheit, im und durch das magische Theater, selbstverständlich behilflich sein. Über die Erkenntnisse und kathartischen Momente werde ich euch, an hiesiger Stelle, natürlich berichten.

In diesem Sinne: Hereinspaziert! Hereinspaziert! Ins magische Theater! Wir sehen uns!

Eure Alice Parkdeck.

P.S.: Es folgt ein kleiner Trailer, damit ihr uns auch erkennt und so weiter …

https://www.youtube.com/watch?v=E2qPeLID-NQ