Get to know: BOIBAND

Wir haben einen musikalischen Tipp für euch: BOIBAND! Gestern Abend sind wir dieser Band, dankenswerterweise, in einem Gespräch, im Haus der Berliner Festspiele, begegnet. Moderiert durch Naira Estevez, kam Bandmitglied Tucké Royale mit uns, den Teilnehmer*innen des 35. Treffens Junge Musik-Szene, in einen Diskurs. Nach Vorstellung der Band und ihrer Gründungsgeschichte – aus der performativen Theater-Szene heraus -, kamen wir auf ihr Konzept zu sprechen, welches, um es mit einem Zitat aus der eigenen Webseite zusammenzufassen sich „für die Problematisierung von Mannsein als Penis-Talent, für einen nachträglich erworbenen Stimmbruch, für die Selbstverständlichkeit schwangerer Daddies, für die Effeminisierung des Abendlandes und für die Gründung einer Stiftung um Begrüßungsgeld an Trans*leute zu verteilen“ einsetzt und sich folglich mit diesen Themen auseinandersetzt. Dennoch steht im Fokus der musikalischen Arbeit natürlich auch die Lyrik, schließlich will BOIBAND mit ihrer Musik alle Menschen erreichen.

Aus diesem Abend nehmen wir die schöne Erkenntnis mit, dass es Musikformationen gibt, welche es vermögen, mit sehr poetischen Worten zugleich den Impuls für höchst relevante politisch-gesellschaftliche Diskurse zu setzen. Vielleicht auch die Erkenntnis, dass viel mehr Menschen in der Kunst so durchdacht und achtsam arbeiten sollten. Vielleicht auch die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, mit Kunst, mit (Selbst-)Reflexion, mit Achtsamkeit zu beginnen.

Und in jedem Fall nehmen wir die Musik von BOIBAND mit, zum Beispiel diesen Song, über Migration auf unterschiedlichen Ebenen – hört selbst: