Fortsetzung folgt…

Das ttj ist zu Ende gegangen, aber Ihr macht weiter, als Gruppen und als Einzelne. Was sind eure nächsten Projekte? Was werdet ihr nach dem Festival tun? Wir haben bei einigen von Euch nachgefragt – aber natürlich nicht jede Person vor das Mikrofon bekommen. Hinterlasst doch bitte einen Kommentar, wenn Ihr Euch auch mitteilen wollt!

Junges DT, Berlin

„Wir werden ‚Clash’ noch bis zum Sommer 2012 mit großer Freude aufführen. Im Oktober steht dann ein Gastspiel in Düsseldorf auf dem Programm. Für die nächste Spielzeit wird vom DT ein neues Ensemble für Homers ‚Odyssee’ zusammengestellt. Einige von uns werden dafür wieder vorsprechen, und es wird vielleicht das eine oder andere Wiedersehen geben.“

Marcel, vom jungen DT

„Am 16. Juni wird meine erste Inszenierung mit dem Titel ‚Frau Hegnauer kommt’ im Theaterforum Kreuzberg uraufgeführt*. Es geht um das Thema Sterbehilfe: Wie kommt es dazu, dass jemand sich entscheidet, sterben zu wollen, wie reagieren die Familie und die Freunde darauf? Das Stück hat die Schweizer Journalistin Lisa Stadler geschrieben. Ich mache erst in einem Jahr Abitur, deshalb wird das zeitlich keine großen Probleme zwischen Theater und Schule geben. Ich bin gespannt. Danach möchte ich Schauspiel studieren – oder Regie. Das werde ich nach dem 16. Juni dann vielleicht genauer wissen. *www.hegnauer-berlin.de“

Daniel, TheaterGrueneSosse, Frankfurt

„Ich werde auf der brutalsten Suche nach einem Praktikumsplatz sein, etwas mit Film, Filmproduktion. Danach geht das Studium weiter: Medienmanagement in Wiesbaden.“

Karl, TheaterGrueneSosse, Frankfurt

„Ich werde immer spielen! Jede Philosophie-Vorlesung werde ich spielen, jede S-Bahnfahrt durch Frankfurt. All meine Arbeitszeiten in der Stadtbücherei und als Bühnenhelfer werdne gespielt sein. Und spielen werd ich spielen.“

Ossian, TheaterGrueneSosse, Frankfurt

„Ich werde in Frankfurt weiter TFM (Theater-, Film-, und Medienwissenschaft) studieren, aber trotzdem den Festivalrhythmus beibehalten. Dank diesem werde ich endlich mal dazu kommen, etwas zu machen! Schreiben zum Beispiel und mich beim tja bewerben. Damit ich nächstes Jahr auch ohne Stück wieder hier sein kann.“

Frowin, TheaterGrueneSosse, Frankfurt

„Mein kulturelles Jahr beim TheaterGrueneSosse endet im Sommer. Danach möchte ich in Darmstadt Digital Media studieren. Vorher vielleicht noch eine Spanienreise – da war ich noch nie! … Was? Die demonstrieren da? Ich krieg so was nicht mit.“

TAGGS, Schwerin

„Am Montag spielen wir erst mal mit einem anderen TAGGS-Ensemble die Derniere von unserem Stück ‚Im Trüben Fischen – Die Nibelungen’. Und dann werden wir gleich an unserem neuen Theaterprojekt weiterarbeiten, damit wir uns nächstes Jahr hier wiedersehen! Wir wollen den ‚Sandmann’ von E.T.A. Hoffmann auf die Bühne bringen. Aber im Moment befinden wir uns noch in der VVV oder auch FFF, der Vorfreudephase.“

Robert, TAGGS, Schwerin

„Durch den Workshop, den ich hier zum Physischen Theater gemacht habe, bin ich dazu inspiriert worden, mich jetzt nicht nur für Schauspiel, sondern auch parallel für Physical Theatre zu bewerben. Außerdem will ich auch auf jeden Fall unsere Workshop-Leiter, Sarah und Muk an ihren Hochschulen besuchen.“

TAGGS, Schwerin

„Wir hatten hier so einen Eindrucksschock! Auf dem Festival haben wir gesehen, wie viele andere Theaterformen es noch gibt, dadurch werden wir auch einen ganz anderen Blick auf unser neues Jahresprojekt haben. Vor allem aus den Workshops haben wir viel mitgenommen, zum Beispiel einiges an Handwerk für das Schreiben von Szenen. Und was wir in dem Workshop ‚Die Realität hat die geilste Grafik’ gemacht haben, würden wir auch gern mal bei uns ausprobieren.“

Patrick von Mutter Kuhranch, Unterschleißheim

„Ich studiere Elektro- und Informationstechnik an der TU München. Wenn ich mit Theater weitermachen werde, dann bleibe ich beim Ehemaligen Grundkurs ‚Dramatisches Gestalten’ des Carl-Orff-Gymnasiums. Ich möchte Theater nur im Hobbybereich machen, alles andere wird mir zu viel. Das Theater ist im Gegensatz zum Studium etwas komplett anderes. Es macht Spaß neben dem Lernen. Und ist auch körperlich sehr gut, man braucht nicht mehr zu McFit zu gehen. Es ist auch eine soziale Komponente zwischen den ganzen Studentennerds. Das ttj hat mich entspannt und es hatte viele schöne Bilder. Es verschafft einem eine erweiterte Sicht auf Theater. FZ, ich liebe euch.“

Christian von Mutter Kuhranch

„Ich studiere Germanistik und Geschichte auf Lehramt. Eigentlich auch Ethik, aber dazu bin ich zu faul. Es wäre schön, wenn das Theater mehr wäre als ein Hobby. Das ttj hat mir verdeutlicht, dass das Jugendtheater in Deutschland eine beeindruckende Qualität und Diversität hat. Ich werde bestimmt sehr traurig sein, dass es vorbei ist. Die Stimmung und Atmosphäre werde ich vermissen. Einfach dieses Festivalfeeling. Ich könnte jedes Jahr wiederkommen. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung für mich. Mein Workshop hat mir sehr, sehr gefallen. Und mich vorangetrieben.“

KarateMilchTiger, Chemnitz

Undine: „Was ich nach dem Festival tun werde? Weinen, dass ich euch nicht mehr sehe. Schreien, dass Montag wieder Schule ist. Klavier spielen.“
Wolle: „Endlich wieder Sternburg!“
Flo: „Schlafen, Fassbrause vermissen, mich langweilen…
Steffi: Traurig sein, allen erzählen, wie geil es war und mich auf die Proben freuen.“
Sophie: „Ich singe, nein, ich gröle ‚I’m walking on sunshine’ und freue mich, dass wir da sein durften.“
Dennis: “Ich nerve alle damit, wie genial es hier war und bin traurig und glücklich zugleich.“
Johanna: „Ich bin zum Brunchen eingeladen (ja geil: ESSEN!).“
Lena: „Ich lege mich in die Hängematte im Garten und träume davon, wie schön es war, was wir zusammen erlebt haben und welch schöne Momente es gab.“
Frieda: „Traurig sein und alles und jeden hier vermissen, schule, schlafen! und irgendwo Party, sonst langweile ich mich zu Tode!“
Franzi: „Mich zu Hause einschließen und meine Socken begrüßen. Danach Sehnsucht nach Berlin!!! Und endlich wieder in den normalen Biorhythmus zurück finden.“

Jasmin und Vanniii, FFT Düsseldorf

„Jetzt kommen erstmal blöde Abschlussklausuren und Englischarbeiten. Danach beginnt meine kaufmännische Ausbildung. Mehr wissen wir noch nicht. Außer, dass wir ganz viel mitnehmen werden von hier. Zum Beispiel die Einladung zum KulTür-auf-Festival, für das wir im Oktober nach Berlin kommen werden. Dort können wir zeigen, dass wir mutiger geworden sind auf der Bühne und weniger nervös. Den Kontakt zu den ganzen Freunden, die wir hier kennen gelernt haben, wollen wir auf jeden Fall halten!“

Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg

„Wir würden sehr gerne noch ein Stück zusammen spielen, aber nächstes Jahr machen wir Abitur, manche von uns wollen ins Ausland – es ist unrealistisch, dass es noch mal klappt. Aber wir hoffen, dass wir unser ganzes Leben noch Kontakt halten können.“

Nora, Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg

„Ich bin mir ziemlich sicher, kein Schauspiel zu studieren. Das Leben als Schauspieler fordert so viel Energie, das bedeutet wenig Platz für anderes. Aber es macht auch unglaublich Spaß.“

Joshua, Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg

„Ich möchte kein Schauspiel studieren. Ich brauche sehr lange, bis ich mich auf der Bühne wohlfühle, auch wenn ich dort gerne Zeit verbringe. Ich möchte etwas arbeiten, bei dem ich nicht das Gefühl habe, die Zeit vergeht langsam. Zum Beispiel Grafikdesign – da vergeht die Zeit schnell.