Ferienlager:
Die Texte, die stimmen alle

Was machen eigentlich… die autodidakten am Ballhaus Naunynstraße

Ferienlager – Die 3. Generation ist das dritte Stück einer Trilogie. „Die erste Generation sind eben unsere Omas und Opas, die zweite Generation unsere Eltern, die dritte sind wir. Also, die Spieler in den Stücken sind nicht wirklich unsere Omas und Opas und Eltern. Aber sie könnten es sein.“ Um wahre Träume und wahre Geschichten soll es gehen. Um Jugendliche und Hormone. „Es geht darum, wie wir uns sehen, wie andere uns sehen.“ Als Jugendliche mit Migrationshintergrund in Berlin. Drei Monate lang hat Spielleiter Lukas Langhoff mit den zehn Spielern gesprochen – so ist der Text zum Stück entstanden. Erst in Einzelgesprächen, dann in Gruppentreffen. „Da wurde dann einfach ein Wort in den Raum geworfen, zum Beispiel ‚Kopftuch’, und dann haben wir diskutiert.“ Die Charaktere wurden dann natürlich zugespitzt, verengelt und eingeteufelt, aber „unsere Texte, die stimmen alle.“ Schon über 50 Mal hat die Berliner Gruppe ihr Stück aufgeführt, sogar in New York. Trotzdem freuen sie sich jetzt, auf dem ttj sein zu dürfen. „Es gibt einfach nichts Schöneres, als auf der Bühne zu stehen.“ Und die Bühne hier ist so groß und außerdem ist das Essen super. Sagen sie. Na ja – das ttj ist eben besser als jedes Ferienlager in New York.

Foto: Dave Großmann