„ETWAS EIGENES MACHEN“ –
Interview mit The OWs

Vom elterlichen Garten auf die Bühne der Berliner Festspiele: Jacob, Mirko und Paul von „The OWs“, eingeladen zum Treffen Junge Musikszene 2014, eröffnen heute das Theatertreffen der Jugend. Im Interview mit der Blogredaktion erzählt die Kölner Band von ihrem ersten Album, ihrem mysteriösen Bandnamen und davon, dass sie eigentlich ganz anders klingen.

Wie hat das mit The OWs angefangen?

Jakob: Paul und ich, wir sind auf eine Schule gegangen und haben da schon immer zusammen Musik gemacht und dann irgendwann in einer Band zusammen gespielt. Irgendwann hatten wir Lust, was Eigenes zu machen, wir haben auch schon eigene Songs geschrieben. Auf einer Party haben wir Mirko kennengelernt, er war Drummer, wir haben einen Drummer gesucht und gefunden. Erst haben wir uns getroffen, um zu covern. Das hat aber überhaupt nicht geklappt, also haben wir eigene Stücke von Paul und mir vorgetragen, und das lief direkt dann gut.

Wofür steht euer Bandname?

Paul: Wir haben Videos gemacht haben, bei mir im Garten. Die Anfangsbuchstaben der Namen meiner Eltern sind Ottlik und Weber, und diese beiden Steine standen bei uns im Garten. Und dann hat Jacob einfach gesagt „ja, lass uns uns ‚The OWs‘ nennen.“

Wie habt ihr das Treffen Junge Musikszene empfunden?

Mirko: Ich denke, es war für uns alle eine sehr besondere Woche, weil das hier so ein Ort ist, an dem man zusammenkommt, wo man gemeinsam kreativ sein kann, und auch so eine Wertschätzung erfährt. Eine wichtige Zeit.

Und wovon handeln eure Texte?

Paul: Die Texte handeln von Themen, die jetzt in unserem Alter aktuell sind, dass wir jetzt neue Wege gehen. Auch dieser Freiheitsgedanke den man nach der Schule hat, wo man  13 Jahre lang fest vorgeschrieben hatte, was man machen soll, und jetzt kann man halt selbst entscheiden. Aber es geht auch ganz klassisch um das Thema „Beziehung“ und „Liebe“, das ist natürlich immer mit dabei. Allerdings auch politische Themen, zum Beispiel der Song „Who are we“, dreht sich um das Thema Krieg und darum, was Menschen sich gegenseitig antun.

Bekommen wir davon heute eine Kostprobe?

Paul: Nee, heute Abend spielen wir halt Improvisation, drei mal zwei Minuten, und das ist eigentlich ganz fernab von dem, was wir ansonsten machen, ganz andere Instrumentierung. Es war auch ein bisschen der Wunsch hier von dem Treffen, dass wir ein bisschen was Neues von uns zeigen. Für uns ist das eine willkommene Herausforderung.

Und wo kann man The OWs ganz klassisch hören?

Mirko: Auf dem Album. Das haben wir letzten Spätsommer aufgenommen. Wir sind zusammen in eine Hütte gefahren, in der Eifel, in so ein ganz uriges Häuschen. Dort haben wir ein bisschen Equipment hingefahren, zusammen mit unserem Produzenten Chris Mock, der auf dem Album Bass spielt. Zu viert sind wir dann in diese Hütte gefahren und haben in einer Woche das Album aufgenommen.

Das Album „Who We Are“ gibt es auf Bandcamp, Spotify und iTunes. Dieses Video ist übrigens nicht mehr im Garten von Pauls Eltern entstanden:

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Foto: Dave Großmann