Es macht Sinn,
wenn sich das steigert

Gleich nach Ankunft im Haus der Berliner Festspiele konfrontiert die Leiterin der Bundeswettbewerbe Christina Schulz die Musiker*innen mit der ersten Aufgabe: Für ein Kennenlernkonzert am Abend sollen die Bands und Solist*innen jeweils einen fremden Preisträger*innensong interpretieren. Und zwar am besten im eigenen Stil. Außer dem jeweiligen Songtext gibt es keine Vorgaben. Der in nur etwas mehr als einer Stunde kreierte Song soll einen Einblick in die eigene Ästhetik geben.


Manche sind nach einer Viertelstunde schon fertig. Manche fangen erst zehn Minuten vor Abgabefrist an. Manche übernehmen Akkorde aus älteren Songs oder aus solchen, die sie heute Morgen erst geschrieben haben. Und manche improvisieren einfach und schauen, was so zum Text passt. Hier gibt es ein „Damda“, das gut klingt und deshalb wiederholt werden soll. Dort wird die Bridge zum Refrain umgebaut. Manche wollen, dass es erst im Refrain so richtig abgeht: „Es macht Sinn, wenn sich das steigert.“ Und andere finden genau das seltsam, „weil niemand zu dir hinkommt und schreit: LASS MICH DEINEN SCHMERZ LINDERN!“ Manche fragen uns um Rat. Manche reden nicht, sondern jammen nur. Und bei manchen ist ein wenig Anspannung zu spüren:


Es war ja nur eine Idee…

Ja, das war ‘ne Idee
und ich hab‘ was dazu gesagt.


Mal sehen, was wir dazu sagen. Gleich geht’s los! Kennenlernkonzert – wir kommen!