Es klingt an
mit Wort & Glas

Am gestrigen Tag hat das 30. Treffen junger Autoren seine ersten Schritte gewagt und später mit zarter, voller Freude auf diese angestoßen. Dass das Festival so stimmungsvoll beginnen kann, liegt auch daran, dass alle Teilnehmer*innen bereits gewonnen haben, der Wettbewerb ist hier vorbei. Das ermöglicht regen, unangespannten Austausch, eine Atmosphäre von Verbundenheit und auch eine familiäre Stimmung, die manchmal Nostalgie erzeugen kann. Eine handvoll Preisträger*innen erhält die Ehrung bereits zum 2. Mal, Wiedersehen und Auftakt ziehen sich als Spannungsfeld über diese ersten Stunden.

Das Festival kommt in die Jahre, wie gesagt bereits 30 an der Zahl, zeigt sich jedoch frisch und unverbraucht wie eh und je. Im Haus der Berliner Festspiele ist viel geschehen – das Magazin zeigt es auf, es gibt nie Dagewesenes an Workshopprogramm, an Input – und doch: das Gebäude strahlt etwas Zeitloses aus, nimmt seine Gäste mit der selben fokusgefüllten Ruhe und denkanregenden Weite auf. Die alten Gesichter mischen sich unter neue, die Worte mischen sich zu neuen Texte, die Zelebrations- Weißweinschorle mischt sich ins Blut.