Elefantenparty:
Die Workshop-Präsentation
im Theater unterm Dach

1. Schau-Spiel-Platz (Judica Albrecht) gesehen: Sieben Figuren, die was erzählen darüber, wie sie sich bewegen. Die sich annähern, in Beziehung zueinander stellen. Erzählen in kurzen Begegnungen kurze Geschichten.
gefallen: Flüchtige Momente, reduzierte Möglichkeiten. Zeigt, wie wenig man braucht um zum Beispiel eine Straße entstehen zu lassen. Fein. Leichtfüßig. Ausprobiering.

2. Spielplatz Berlin- Prenzlauer Allee (Juliane Schwerdtner)
gesehen: Vier Ecken, aus dehen heraus Menschen über die Bühne laufen. Sich mit verschiedenen Themen begegnen. Parallel zueinander Geschichten vorlesen und Menschen darstellen die andres tun. Am Ende die Tortur einer Supermarkverkäuferin.
gefallen: Ähnlich zum ersten aber doch anders. Schön war grade der Schluss, der eine wirkliche Intensität bekommen hat durch die übereinandergelegten Stimmen, Bewegungen und die Sinnbilder des Wegträumens der Verkäuferin (?) in Hintergrund. Man glaubt, dass die Figuren im Original auf der Straße recherchiert sind

3. Physisches Theater (Sarah Speiser/ Mukdanin Daniel Phongpachith)
gesehen: Viele, viele Menschen strömen wie Schafe auf die Bühne. Finden sich zu Grüppchen. Beginnen sich miteinander/ gegeneinander zu bewegen, variieren Körperthemen. Sie gehen zu Boden, neue Musik lässt sie erneut aufstehen. Schließlich gibt es eine Synchronisation eines Kampfes, ein endgütiges gemeinsames zusammenfallen zu einem Haufen. Einen gemeinsamen Aufschrei.
gefallen: Ich mag das sehr, wenn das Kollektiv in manchen Momenten zu Boden geht. Gemeinsamer Einsturz. Die schnellen Wechsel und vielen Unterschiedlichen Ideen waren schön, manchmal allerdings zu parallel, um wirklich alles aufzunehmen. Bei den Tischkämpfern dagegen haben wir sicher alle gelacht.

4. Blablabla. – Dialoge für das Theater erfinden (Laura de Weck)
gesehen: Eher gehört, ein kleines Stück über das Festival. Sieben Protagonisten. Acht Szenen. Eine kleine Liebesgeschichte, ein Lebensmitteldrogenskandal, Schauspielertypen, Großstadtarroganz, Intrigen, Festivalstimmung. Mit allem drum und dran.
gefallen: Lustig war es, Dinge wiederzuerkennen. Das Aufgreifen von Festivalthemen schafft Gemeinsamkeit. Das fehlende Salz, natürlich der hoch motivierte FZ-Reporter (definitiv die vielschichtigste Rolle). Ich mag sehr, wenn ein Text total für die Zuschauer geschrieben ist und deshalb umso lebendiger.

5. Das Sohlenmaterial der DarstellerInnen (Knut Jensen)
gesehen: Wenig, eigentlich nur zwei Szenen, immer wieder, darin aber sehr viel. Allein durch die Musikuntermalung jedes Mal ein komplett neues Bild. Der Blick in den Kopf eines Wassertrinkers und lachende Schauspieler bei Krimimusik.
gefallen: Was kann Musik? Ziemlich viel. Ein Voraugenführen der Mittel, grade bei dem vielem Einsatz von Musik in den diesjährigen Produktion sehr aktuell.

6. WortSpiel- Ein lyrisch-dramatisches Ewperimant (Katharina Bauer/ Barbara Pohle)
gesehen: Räume aus Papier auf dem Boden. Textfragmente gemeinsam und nebeneinander gesprochen. Eine Aggressivität. Ein Gefesseltwerden mit einem gemeinsamen Band. Entstehen eines Moments.
gefallen: das undurchsichtigste Produkt. Aber doch hat sich in den kurzen Minuten auf der Bühne etwas gezeigt. Der Text blieb irgendwo zwischen zart und aggressiv im Raum.

7. Something must go wrong! (Simone Neubauer)
gesehen: ein Haufen Spielleiter, die sich zum Horst machen, verschiedenes Darstellen. Miteinander spielen. Auch wirklich Spielen. Viele Momente zum Lachen.
gefallen: Ich hab gelacht, aber mich trotzdem nicht für blöd verkauft gefühlt. Das Waagehalten zwischen Komik und Ernst. Und natürlich eure Spielleiter, die sich auf die Bühne trauen. Auch das schafft Gemeinsamkeit, nachdem man euch ja so viel auf der Bühne gesehen hat.