Detailaufnahme.

Wer ist auf dem Bildausschnitt zu sehen? Kleiner Tipp: Alle schon mal abgelichtet. Vor einem Jahr, zwei, drei oder vier Jahren. Diesmal aber in anderer Einstellung.


Als Annie Bloch und Leonard Ottolien 2012, N’Golo Zerbo 2013, Paul Weber 2014 und Rosa Hoelger 2015 im Haus der Berliner Festspiele aufgetreten sind, waren sie Teilnehmer*innen des Treffens junge Musik-Szene. Heute stehen sie im Rahmen der Nahaufnahme#2 auf der Bühne. Die Songs, die sie präsentieren, sind im Laufe dieses Jahres in und zwischen Intensivworkshops entstanden. Insgesamt drei solcher Intensivworkshops unter Anleitung von Juror*innen des Treffens junge Musik-Szene und anderen Professionellen gibt es pro Nahaufnahme-Jahrgang.

Jedes Jahr werden ehemalige Teilnehmer*innen des Treffens junge Musik-Szene für die Teilnahme an der Nahaufnahme ausgewählt, die sich musikalisch in Richtung Professionalität bewegen möchten.  Die Nahaufnahme will unterstützen – bei der Professionalisierung, Identitätsfindung, Schreibarbeit.

Fast alle Nahaufgenommenen präsentieren an diesem Abend zwei Songs. Rosa Hoelger steht auf Wein und Dein Gesicht, Annie Bloch wird von Melancholie ausgelacht und Leonard Ottolien schaut liebevoll auf eine Trennung zurück. Ein besonderer Abend vor allem für Paul Weber, der mit seinen beiden Songs „Heimat“ und „Zuhause“ zum ersten Mal auf Deutsch performt.

N’Golo Zerbo präsentiert als einziger nur einen Song: „Slowly“. Auch dieser habe nur durch die Hebammenwirkung der Juroren Ulrich Zehfuß und Alexander Riemenschneider entstehen können, sagt er. Als das Piano ausklingt, sind die Zuhörer*innen ganz still, 2, 3, 4 Sekunden lang. Festhalten am Nahaufnahme-Moment.