Prolog zum TTJ 2017: Check your fictions

Ich habe mir verschiedenes für diesen Text überlegt. Ich wollte damit anfangen, wie ich zum Theater kam und wieder aufhörte. Ich wollte damit anfangen, warum ich einmal auf einer deutschen Bühne stand und weinte, weil ich einer deutschen Frau erklärt hatte, was es heißt Ausländerin zu sein.

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We are TJA

Wir sind junge Autoren. Thematisch drehen sich unsere Texte zu 99% um Selbsthass und Körperflüssigkeiten. Viel mehr hat in unserem Leben noch keine Rolle gespielt. Wir beherrschen keine Rechtschreibung mehr, weil alle unsere Geräte über eine Autokorrekturfunktion verfügen. Wir lassen uns vom Internet ablenken und verfassen darüber Poetry Slams. Uns kotzt das Establishment an, nur werfen…

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Schnipsel: Reflexionen über Balanchine

Im Foyer erklingt Schwanensee, gehetzt und pompös. Auf dem Bildschirm läuft Black Swan: ein Ballettfilm, in der Hauptrolle Natalie Portman. Sie spielt eine Tänzerin, die in einem Strudel aus Sexualität, Besessenheit und Wahnsinn gerät im Ringen um die perfekte Performance. Nach der Premiere des Films 2010 galt das Medieninteresse vor allem Portmans Gewichtsverlust, ihrer Diät und…

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Ihr fragt, wir recherchieren: Pina und Geschlechterrollen

Pina Bausch widmete sich in ihrer Arbeit oft den Fantasien, dem Verlangen und den Frustrationen von Menschen. Oft bewegen sich die Tänzer*innen in scheinbar rückhaltsloser sexueller Energie und romantischen Spannungen, drücken ihre innerliche Motivation auf der Bühne aus. Doch welcher Spielart folgt Sexualität bei Pina Bausch? Gibt es dort eine eindeutige, klassische Rollenverteilung? Ist Geschlecht in…

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Gier und Erfolg. Einige Allgemeinplätze.

Büchersterben, Zeitungssterben, Waldsterben – wir lassen uns nicht beeindrucken. Wir sind junge Literatur. Wir schreiben weiter. Doch wohin geht es mit dem Schreiben? Beschauung und Besitzung postmoderner Allgemeinplätze. Wie ein Schimmel, den man eigentlich abkratzen sollte, nur kriegt man den nicht ab, der gedeiht auf Werken. Es geht darum, die Pose des Kritikers einzunehmen, die…

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Gastbeitrag: Über Lesungen, über Sprechen (eine ((sehr) kurze) Reflexion)

Das Sprechen ist ein unendlich komplexer Akt, nicht nur kognitiv ein Clash der Hirnareale. Hintergründige Kontextualisierungen und Bedeutungserzeugungen von körperlichen, non-verbalen und verbalen Zeichen überschneiden sich. Unendlich komplex auch wegen der möglichen Realisierungen in der paradigmatischen Reihe und der syntagmatischen Abfolge. Das alles kulminiert in dem Aspekt des Ereignisses; einem – ich wiederhole – unendlich…

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Der Vortrag und der Ort

Am Tag der Preisträgerlesung, da finden Leseproben statt. So war es und so wird es immer sein. Warum so viel Mühe in den Vortrag stecken? Höchste Zeit, seiner Bedeutung nachzugehen. Diese Tür zur Bühne, sie kann nicht leise. Nie geöffnet ohne Quietschen, Schaben, Gewindestöhnen. Ist vielleicht auch besser so. Hier kommt oder geht niemand leichtfertig,…

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