Peanuts

Foto: Dave Großmann
Foto: Dave Großmann

Spaß. Gewalt. Buddy hat ein Problem: Er hütet eine Luxuswohnung und so kann er sich vor ungeladenen Gästen kaum retten. Sein Verantwortungssinn aber stößt bei seinen vermeintlichen Freunden, die nach und nach erscheinen, auf  taube Ohren. Rücksichtslos nehmen sie alles in Besitz. Zehn Jahre später sind die Karten neu gemischt: Die einen sind zu Handlangern der Staatsmacht geworden, die anderen zu ihren Opfern. Das Einfordern von Verantwortung ist längst zur Farce geworden. Mit Hilfe der Comicfiguren der „Peanuts“ skizziert Fausto Paravidino das Bild einer von der Globalisierung bestimmten Generation. Er sucht das Politische im Persönlichen (Akt I) und das Persönliche im Politischen (Akt II). Die Frage, inwieweit man in einer globalisierten Welt die eigene Integrität bewahren kann und damit auch das Leben anderer, verbindet die Akte miteinander. Ausgangspunkt für das Stück waren die Geschehnisse beim G8-Gipfel 2001 in Genua, nach dem Demonstranten von Ordnungshütern festgenommen und in der Kaserne von Bolzaneto schwer misshandelt worden waren.