Interview:
Bands for Brunch
mit
Vielleicht Emma

Die Blogredaktion im Interview mit Vielleicht Emma.

Bevor wir euch eine richtige Frage stellen, gibt es etwas, das ihr vorab schon mal sagen wollt? Ein erstes Statement?
Ja! Bitte, bitte, hört unsere Musik!

Warum heißt ihr Vielleicht Emma?
Wir haben uns nach dem Film „Vielleicht lieber morgen“ mit Emma Watson benannt. Da gibt es diese eine Szene, wo sie mit einem Pick-Up durch einen Tunnel fahren, dann kommt ein besonderes Lied im Radio und Emma Watson hat das Gefühl, unbedingt hinten auf die Ladefläche des Pick-Ups steigen zu müssen. Während sie durch den Tunnel rasen, steht sie mit ausgebreiteten Armen auf der Ladefläche und sagt, dass sie sich gerade unendlich fühlt. Wir wollen mit unserer Musik quasi dahin kommen, so ein Gefühl erzeugen zu können.
Außerdem heißen wir auch Max, Manu, Matze, alles mit M, A.

Was beschäftigt euch derzeit?
Oah, das Studium. Leider. Eigentlich traurig. Ich würde mir lieber Gedanken darüber machen, wo wir als nächstes spielen und wann wir wieder proben.

Was erhofft ihr euch vom Treffen junge Musik-Szene?
Auf jeden Fall ein bisschen selbstsicherer im Auftreten zu werden, ein bisschen weiter zu kommen, also gerade bei der Auftrittsanalyse, dass man dann sieht, woran man noch arbeiten kann. Aber auch der Austausch mit den anderen Musiker*innen ist total cool und interessant. Da kann man richtig viel lernen. Richtig geile Leute dabei!

Wie schreibt ihr eure Songs? Schreibt ihr als Band?
Meistens kommt einer mit einer groben Idee zur Probe und zeigt es, und wenn die anderen es geil finden, schreiben wir daran weiter. Also, der größte Teil passiert schon im Proberaum. Gerade die Texte schreiben wir fast komplett so zusammen.

Was inspiriert euch?
Es sind viele persönliche Erfahrungen dabei, also, was uns so passiert, mit wem wir so reden, über Freund*innen, über eigene Probleme, unser Leben irgendwie. Wir haben auch gemerkt, dass wir viel von Filmen inspiriert werden. Nicht nur „Vielleicht lieber morgen“, es ist noch mehr dabei.

Betrachtet ihr Musik als Arbeit?
Nee, definitiv nicht. Es ist keine Arbeit, es ist Spaß. Es ist anstrengend, aber es ist hauptsächlich Spaß, sonst würden wir es nicht machen. Es ist der Ausgleich zum Rest der Welt. Natürlich ist es schon Arbeit, wenn man zum Beispiel Gitarrenunterricht hat und sich neue Stücke angucken muss. In der Band zu spielen ist natürlich deutlich mehr Spaß, als das einzelne Instrument zu lernen.

Ist es für euch das erste Mal, dass ihr mit so vielen anderen Musiker*innen zusammentrefft?
Also, so intensiv auf jeden Fall schon. So mit Übernachten und mehreren Tagen auf jeden Fall.

Habt ihr Anti-Vorbilder?
Ehrlich gesagt nicht. Son bisschen dieser ganz krasse Mainstream-Pop. Oder Pit Bull, der hat gesagt, er macht nur Musik, um Geld zu verdienen. Obwohl das eine sehr ehrliche Art ist, damit umzugehen, was ihn doch wiederum eigentlich sympathisch macht. Aber dieser Mainstream-Pop, wo man wirklich merkt, dass das kommerziell perfektioniert ist, das wollen wir nicht.

Also wenn euch jemand anbieten würde, eure Songs für euch zu schreiben, würdet ihr auf jeden Fall „Nein“ sagen?
Also, wenn jemand einen coolen Text hat und sagt „Hey, den könnt ihr verwenden“, dann spricht nichts dagegen. Das ist was anderes. Aber das ist zum Beispiel auch mit der Grund, warum wir nicht covern, weil wir unser eigenes Ding machen wollen. Musik ist ja auch irgendwie Selbstverwirklichung.

Habt ihr einen Probenrhythmus? Wie oft trefft ihr euch und wie lange jeweils?
Mindestens einmal die Woche und dann mindestens drei Stunden, haben wir festgestellt. In der Vergangenheit haben wir uns vor Auftritten oder so mindestens zwei oder dreimal die Woche getroffen und immer drei Stunden geprobt.

Streber.
Schon! Bevor wir überhaupt unser erstes Konzert hatten, als wir die ganze Zeit eigene Songs geschrieben haben, war es richtig heftig. Da haben wir teilweise am Ende der Woche gemerkt, dass wir jeden Tag 4 Stunden geprobt hatten. Wir treffen uns schon relativ häufig. Uns gibt’s halt auch noch nicht so lange, ziemlich genau ein Jahr.

Tretet ihr auch viel auf?
Ja, jetzt. Also, im Mai hatten wir unseren ersten Auftritt und ziemlich genau vor einem Jahr haben wir uns gegründet. Zwischen Oktober und Mai haben wir uns halt wirklich vorgenommen, nur Lieder zu schreiben, waren dann auch schon im Studio und haben drei Lieder aufgenommen, haben uns unser Logo überlegt – bzw. eine Freundin von uns hat das gemacht – einfach, damit wir halt schon son bisschen „fertig“ starten, quasi. Dann haben wir halt unseren ersten Auftritt gespielt und jetzt spielen wir ungefähr einmal monatlich.

Wie habt ihr euch kennengelernt?
Matze: Manu und ich kennen uns schon aus der Grundschule und den Max haben wir immer mal wieder auf Bandabenden getroffen, als er noch mit seiner anderen Band zusammen gespielt hat und Manu und ich mit unserer anderen Band, in der wir auch immer noch spielen. Und auch ein bisschen durch Fußball. Wir haben früher viel Fußball aufm Bolzplatz gespielt und man hat sich immer mal wieder so getroffen. Irgendwann haben Manu und ich uns überlegt, dass wir noch ein weiteres Bandprojekt aufmachen wollen, wo wir mal deutsche Texte singen und da haben wir den Max dazugeholt und das war gut.