Parese:
„Du bist albern!“
„Nein, ich bin Ophelia!“

Gestern Abend war ein guter Abend. Das liegt an einem genau richtigen Stück auf einem genau richtigen Festival an einem genau richtig ausgesuchten Tag. Was ich gestern gesehen habe, war deshalb genau richtig, weil es eine sehr schwierige Balance hinbekommen hat, um die es hier geht. Nämlich: zum einem Theater zu machen, das PROZESSorientiert ist,…

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Parese:
Das kleine, unvollständige
„Rund Um Parese“-ABC
[ohne ABC]

Gruppe: Es gibt da eine Gruppe. Eine Theatergruppe. Wäre sie eine Fernsehfamilie, dann so wie Scrubs. Aber sie sind eben eine Theatergruppe. Aus Krefeld. Drittes: Es ist ihr drittes Stück in der Besetzung mit zweimal Umbesetzung. Und ihr drittes Mal Shakespeare. Aber sie sind mehr als drei. Sieben. Stückname: Das Stück heißt „Parese“, eigentlich [FZ…

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Elefantenparty:
Die Workshop-Präsentation
im Theater unterm Dach

1. Schau-Spiel-Platz (Judica Albrecht) gesehen: Sieben Figuren, die was erzählen darüber, wie sie sich bewegen. Die sich annähern, in Beziehung zueinander stellen. Erzählen in kurzen Begegnungen kurze Geschichten. gefallen: Flüchtige Momente, reduzierte Möglichkeiten. Zeigt, wie wenig man braucht um zum Beispiel eine Straße entstehen zu lassen. Fein. Leichtfüßig. Ausprobiering. 2. Spielplatz Berlin- Prenzlauer Allee (Juliane…

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Paulina sulla spiaggia:
Spielen Sie sich mal den Wolf!

Die Bar. Eine Bar ist eigentlich in jedem Fall eine super Sache. Man kann sich auf einer Bühne auch sehr stilvoll betrinken. Hinterher hat jemand gesagt, dass die ja nur einmal genutzt wurde, diese Bar. Find ich nicht. Den ganzen Tag über war hier neben der Redaktion Krach, P14-Krach, schräger Krach. Als ich die Bar…

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Aussteigen auf freier Strecke:
Ein gesamtdeutsches
Stück

Ich treffe einen aufgeweckten, zusammen gewürfelten Haufen aus sieben Berlinern an den pinkfarbenen Tischen unter dem Festivalzeltdach. Heute Abend spielen sie die „Mauerexpedition“. Ich frage, wie sie sich gefunden haben, was für eine Art von Stück uns heute Abend erwartet, wie es entstanden ist und was man vielleicht vorher wissen sollte, um besser mitzukommen. Im…

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Lieblingsmenschen –
Und manchmal braucht man
eben noch Schwimmflügel

Oh ja, das Stück gestern Abend gehört definitiv zu meinem Lieblingen auf diesem Festival. Es waren Lieblingsmenschen da: zweimal Anna, Sven, Jule, zwei Mal Lili, Phillip und Darius. Die Lieblingsmenschen zeigten viel von sich. Hautporen, Zahnzwischenräume und halb nackte Körper. Die Lieblingsmenschen vögeln miteinander, studieren Wissen oder Können, erzählen sich schlechte Witze, weinen voreinander, streiten…

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Topinambur –
Neulich in the Movie Theater

Vorher: Herzlich willkommen zur Aufführung von „Charly’s super sweet 18“ dem neusten und coolsten aller Teeniefilme unserer Zeit. Er ist nicht wie die andere. Die Vorstellung ist ausverkauft. 3D-Brillen aufgesetzt und los geht das Erlebnis. Muss schon sagen, das Kino von heute hat ganz schön Fortschritte gemacht, es wirkt alles so real, ich weiß gar…

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Anne Frank und ich –
Pickelalarm

Pubertäre Mädchen, die braucht eigentlich echt keiner. Ihre Welt dreht sich einzig um sich selbst. Nichts scheint zu passen, der Körper, die Freunde, die Annerkennung der Anderen, die Familie und das Ich. Was bin ich wer, will ich sein? Alles liegt im Argen, selbst die eigenen Gedanken. Da muss entworren, ausgesprochen werden, um Dinge fassbar…

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Familiengeschichten –
Oje? Oh yeah!

Eigentlich ist das überhaupt nicht meine Art von Theater und in den ersten zehn Minuten dachte ich auch: „Oje. Oje, Oje.“ Es war mir zu laut, zu gewollt lustig, zu frontal, zu realversucht und zu kindisch. Und all das fand ich auch später zwi-schendurch wieder. In überzeichneten Soap-Szenen und dem rauen Umgang mit sensiblen Themen.…

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Amoklauf, mein Kinderspiel –
Amoklauf kein Kinderspiel

Wer jetzt lacht, wird erschossen. Nein, nicht ganz. Wer jetzt lacht, hätte zu Hause bleiben und fernsehschauen können. Das war das, was mir wie ein tibetisches Mantra oder nach kaputtem Roboter klingender Sprechgesang durch den Kopf ging. Man darf sich nicht beklagen. Nein, das darf man wirklich nicht – über das Stück. Eine halbe Unendlichkeit,…

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