„das bin ich nicht“: Was bleibt

Bei der Aufführung dieses Dramas soll nicht der Versuch unternommen werden, den Gerichtshof, vor dem die Verhandlungen über das Lager geführt wurden, zu rekonstruieren. Eine solche Rekonstruktion erscheint dem Schreiber des Dramas ebenso unmöglich, wie es die Darstellung des Lagers auf der Bühne wäre. (Peter Weiss, Vorbemerkung zu Die Ermittlung)  

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Wenn du nicht mehr da bist: IHR WERDET ALLE STERBEN

Die mega-meta Show fickt uns alle ins Herz Ein Stück, das Abschied verarbeitet. Ein Foto von ihrer letzten ttj-Produktion wird an die Wand projiziert. Ihr schönster Moment. Doch jetzt ist alles scheiße. „Wir verabschieden uns (…), wir verabschieden alle!“ Aus dem Ensemble treten Leute, Julius’ Hund ist gestorben, Felix urplötzlich verschwunden. Sie sagen sich, er…

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Punk Rock: HAPPY FAPING

Industrial Punk, mechanische Eskalation und weniger Penis, als erwartet   „Fuck me, bitch!“ Verkrampfte Coolness, überall Popcorn, Bier, hechelndes Masturbieren, hallendes Orgasmusgeheul, rotes Licht, welches ständig umpositioniert wird, Dark Ambient und überall Schulexamen. Der Sog mesmerisiert, hat seine Wirkung. Das Ensemble nutzt den Raum. Sie rennen, verschieben, werfen umher, krabbeln unter den Tisch und verlassen…

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90/60/90 Rollenscheiß: Hol die Axe aus dem Schrank

…wir fällen das Patriarchat! „Ich muss furzen!“ Eine klare Ansage: Jeder Metabolismus erzeugt Gase, aber das sollen die Jungs ja nicht erfahren. Das Ensemble präsentiert ihre charmanten Charaktere mit Energie und ihren von Schönheitsstandards negierten Darmwinden. Die Show-Gürls aus Berlin treten in Barbies Traumhaus ein. Es beginnt ein Trip durch so gut wie alle Problemzonen…

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als wär´s ein Stück von mir…: Boah, Kriiiiieg ist echt lang her

Als wär’s ein Loch in unserem kollektiven Gedächtnis Die Aufnahmen von Flandern laufen schon, als die Zuschauer ihre Plätze suchen, während Stimmen phasenversetz aus dem Off zu Arvo Pärt flüstern, wie die Erde noch fett von Träumen war, Mohnblüten ohne Ende. Wir sind in Flandern, Belgien. Stellungskriege im 1. Weltkrieg an der Front zerstörten hier…

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Syrien – Der Krieg im Menschen: Das Megaphon des Leids

Es wird höchst aktuell gemordet Die spielerische Leistung ist immens; Leid und Schmerz kann nicht noch deutlicher ausgedrückt werden – sie haben den Raum voll und ganz gefüllt. Aber was ist mit der Inszenierung? In den vorderen Reihen schmecken die Zuschauer bald schon das Mehl, einige weinen, verlassen das Stück. Die Unmittelbarkeit der Gewalt dringt…

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