Testosteron:
Durchblick aufs Theater

Strange what love does, oder? Geträumte Solo-Sexfantasien zu viert muss man erstmal zeigen, ohne dass es albern ist. Die Choreografie mit den Liebesaktpositionen bei „Testosteron“ war aber so unprätentiös und würdig gespielt, dass selbst in unserem notorisch heiteren ttj-Publikum (fast) nicht gekichert wurde. Zwei Freunde also, die dieselbe Traumfrau wollen. Der eine ist sich seiner…

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Blaubart:
Gut sein, ohne es zu wollen

Gymnastik und Reden: schön, aber unspannend So wie nach jedem Stück habe ich mich auch gestern Abend gefragt, was Theater eigentlich sein soll. Tut mir leid, ich kann nicht anders. Und dann denk ich so vom Kleinen ins Große und wieder zurück. Zum Beispiel das: Kunst muss keine Fragen stellen, Theater muss keine moralische Anstalt…

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Don’t cry for me, baby:
Aus meinem metaphysischen
Nähkästchen

Mein schönster Augenblick im Stück war ja, als der eiserne Vorhang, auf den man vorher einen Kreuzesschein geleuchtet hatte, sich hob und den Blick freilegte auf den Ort, von dem aus eigentlich Gott schauen müsste – aber da ist keiner. Nur weite Leere, für jede Transzendenzprojektion vonseiten der Zuschauer mindestens ein leerer Sitz. Für mich…

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Mutter Kuhranch:
„Lass mich ma‘ selber, Pa!“

Nicht Aristoteles besiegte Brecht, sondern irgendwas Anderes sich selbst Riesenensemble, Riesenbühne, großer Text und gutes Spiel. Dabei auch nicht einfach: mehrere Ebenen, Handlungsverwebungen, Spiel, Video, Musik. Und doch überwogen hinterher im Foyer die ratlosen Blicke die einverstandenen, die zweifelnden die begeisterten. Mir schien es jedenfalls so. Und mein Unverständnis entwuchs, glaube ich, (kurioserweise) nicht dem…

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