Mutter Kuhranch:
Das Gold am Ende des Trecks

Ich bin traurig. Am liebsten würde ich immer nur von schönen Dingen schreiben, mit schönen Worten und tiefen Gedanken. Ich möchte jubeln, feiern, auf Tischen tanzen, solche Sachen. Und ich hab gedacht, so, wenn irgendwas schon „Mutter Kuhranch oder wie Aristoteles Brecht post mortem 2:0 besiegte“ heißt, dann klingt das so absurd und lustig und…

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Ausarten: Ars Gratia Artis

Die Kunst, so heißt es, sei um der Kunst willen da. Ars gratia artis. Bei Adorno heißt es irgendwo sinngemäß, dass die Kunst dazu da sei, Unordnung zu stiften, für Claus Peymann ist gute Kunst „mit dem Auffinden der Wahrheit beschäftigt, und das auf durchaus vergnügliche Weise“. Und für Christoph Schlingensief hilft Kunst sogar gegen…

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Ferienlager:
Mehrere komplex und
korrekt untergeordnete
Nebensätze

Es ist einfacher, YEAH oder BUUH zu sagen als irgendwie kohärent eine Meinung irgendwo dazwi-schen zu formulieren. Genauso einfach ist es zu sagen, „jah, also, ich mag Biografisches“, oder „nee, also ich mag Biografisches nicht so“, man könnte dann noch sowas sagen wie „irgendwie kann ich damit eben nichts anfangen“ oder „das ist genau mein…

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Clash:
tonisch klonisch generalisiert

Das bessere Leben ist möglich, irgendwo hier draußen im Weltraum Wir haben das ja gestern schon geklärt: Mit irgendwas muss man anfangen, und mit irgendwas muss man aufhören. Und mit „Clash“ vom Jungen DT anzufangen, war eine gute Idee: „Clash“ ist music for the masses und für volle Häuser. Es geht um Integration und um…

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Paulina sulla spiaggia:
Das Ende des Tanzfilms

Ich habe grad Pauline auf YouTube gefunden. Sie hat einen Topfschnitt und eine blone Cousine namens Marion und Henri küsst ihr Knie. YouTube sagt: Eric Rohmer continues to captivate you […] now comes Pauline at the beach, Eric Rohmer‘s sauciest, most sensual, wittiest and wisest movie yet. It‘s as refreshing as a summer breeze. Pauline…

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Zu schön für diese Welt:
Tragisch, manchmal

Eigentlich ist es ja tragisch. Verdammt tragisch. Wenn man sich selber nicht leiden kann. Wenn man Cellulite entdeckt. Zusammenwachsende Augenbrauen. Fett. Fältchen. Wenn man zu kleine Brüste oder eine Zahn-spange hat. Oder wenn man eigentlich weiß, dass wohl in absehbarer Zeit kein Pferd mit Prinz zum Heiraten und happily ever after auftaucht. Und weil dies…

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Müssen nur wollen:
Muss nur wollen?

Seit April bin ich zwanzig, und ausgezogen bin ich auch schon seit dem Abitur. Was ich sagen will ist, dass ich wohl kein Kind mehr bin. Manchmal wünsche ich mir, noch oder doch wieder ein Kind zu sein. Keine Stromrechnung, keine Gasrechnung, keine Telefonrechnung, nicht selber einkaufen müssen. Aber trotzdem ist es noch nicht so…

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Revolution Reloaded:
Bildet Banden

Ich hab die „Räuber“ eigentlich schon zu oft gesehen. Die schlimmste Version im Ingolstädter Stadttheater (das darf man hier doch auch mal sagen), die hatten eine 1972 gegründete und immernoch gedauerwellte, vervokuhilate Metalband. Das Problem hier ist nicht der Vokuhila (Frisuren sind Privatsache), das Problem ist 1972. Denen hab ich nicht geglaubt, dass sie noch…

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Lieblingsmenschen –
Beobachtungen:
Von wegen Spaß und Ernst

Ich gebe zu: ich hab mich schon vorher auf „Lieblingsmenschen“ gefreut, wegen diesem einen Moment, vor zwei Jahren, als man Faust spielte, mit Tocotronic (Ich möchte irgendwas für dich sein, oder, das wars doch? und Euro-paletten. Jetzt freue ich mich, „Lieblingsmenschen“ gesehen zu haben. Labile Konstrukte selbstaufgebauten, selbstverwalteten verspaßgesellschafteten Lebens: man studiert und feiert und…

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Immer spielt ihr und scherzt! –
All Eyes On: Räume

Gestern abend hab ich mich im Zelt mit jemandem über Handwerk unterhalten, und über Kunst.Theater sei Kunst-Handwerk, will sagen, es (das Innen) muss irgendwie gut/schön/inspirierend/wichtig/wahr/tiefer oder so sein – eine schwer greifbare Qualität, letztlich vielleicht auch nur Geschmackssache. Und außerdem muss es (das Außen und das Drumherum und das im weitesten Sinne Technische) funktionieren. Und…

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