Achtung, Konzentration!

Was ist das Thema meines Liedes? Welche Emotion möchte ich in ihm ausdrücken? Fragen, die simpel klingen und umso schwerer zu beantworten sind. Für deren Beantwortung man erst einmal nachdenken, vielleicht auch mit anderen reden müsste.

Auf der Probebühne im Haus der Berliner Festspiele brüten neun junge Songwriter*innen über riesigen Mindmaps. Zwischen den Teilnehmer*innen des Workshops navigieren Uli Zehfuß und Luis Schwamm, blicken auf die Plakate, hören zu, bohren manchmal ein bisschen. In der Mitte der Karten finden sich Worte wie „Paris“ oder „Mein Vater“ oder die Zeichnung einer länglich verzerrten, menschlichen Figur. Von diesen Zentren erstrecken sich überall hin Zweige bis an den Rand der Plakate.

Das Prinzip des Workshops „Songnavigator“: von innen nach außen schreiben. Erst wenn das Thema des Liedes klar vor Augen steht, wird mit dem Schreiben von Text und Musik begonnen. Entstehen soll ein genauer Blick auf den eigenen Schaffensprozess. Wer ein klares Bild der eigenen Kunst hat, kann Blockaden leichter überwinden.